Montag, 28. Mai 2007
siam reap, cambodia
der monsum hat uns mittlerweile auch eingeholt und aufgrund unserer kurzfristigen planaenderung (laos statt vietnam) werden wir ihn den naechsten monat bestimmt taeglich geniessen koennen. wie es im reisefuehrer von stefan loose steht: richtige traveller gehen waehrend der regenzeit nach laos! HA!!!
achja, und happy birthday isabelle, wir haben am 25.mai auf dich angestossen!
Dienstag, 15. Mai 2007
siquior, philippines
ab bohol nehmen wir eine faehre nach negros, ab negros eine weitere faehre nach siquior. nach dieser reise wollen wir nun zum guesthouse fahren. am pier erklaert man uns, dass kein jeepney in diese richtung faehrt, nur special rides sind zu haben (=sau-teuer). ok., wir fragen ueberall rum, keiner will uns fahren. dann ein tryciclefahrer, er kann aber den preis ins uebernaechste dorf nicht genau kalkulieren bzw. 20 + 10 pesos im kopf nicht zusammenrechnen. also fahren wir nur bis ins naechste dorf, der fahrer will mir dann trotzdem 40 abknoepfen, anstatt der 20 pesos.
wir gehen ins empfohlene restaurant da wir einen kleinen hunger verspuehren. da es verlassen aussieht, frage ich 3 mal nach, ob die kueche geoeffnet ist. ja ist sie. gut, sie haben gerade mal zwei gerichte zur auswahl: chopsuey (wohl oder uebel wochenrueckblick) und lomi (bouillon mit nudel und ei, extrem phantasievolles essen), welche wir beide bestellen.
nach einer weile fragt jemand ob wir was zu trinken moechten, ja das moechten wir. das restaurant hat aber nur bier an lager, der koch sei drum verschwunden und der besitzer sei auch nicht da. wir trinken unser mitgebrachtes wasser aus dem kanister und warten weiter. dann kommt das essen: 2 portionen reis, ein chopsuey fuer zwei personen und eine suppe fuer mind. fuenf personen!!! wir stuerzen uns aufs essen, schaffen die portionen jedoch bei weitem nicht zu vertilgen, man hat uns auch nicht vorgewarnt was wir da alles bestellt haben... dann frage ich nach der rechnung und gebe 200pesos. das geld wird einem jungen uebergeben, der gibt es einem mofafahrer der wegfaehrt. spaeter kommt die serviertochter und sagt wir muessen nun aufs wechselgeld warten, also warten wir weiter. inzwischen bemerken wir, dass die rechnung nicht stimmt, es wurden 20 pesos drauf geschlagen. die serviertochter muss nachfragen gehen (wen wohl ???) und eroeffnet, dass das restaurant neue preise hat. aha, dann sind die durchgestrichenen preise in der speisekarte die aeltesten, die druebergeschriebenen die alten preise und die auf der rechnung die neusten preise. ok, resigniert gebe ich nach, in der hoffnung, wir koennen das lokal bald verlassen. ein typ erklaert uns dann, dass wir am besten im ort uebernachten sollen, da die guesthouses am strand alle ausgebucht sind (das restaurant bietet per zufall auch zimmer an) und morgen zurueck an den hafen fahren sollen, da koenne man dann ein mofa mieten um die insel zu erkunden. sein onkel vermiete mofas. aha.
dann kommt endlich unser geld, das heisst ein teil davon. ob wir denn noch kleingeld haben, es sei einfach kein wechselgeld aufzutreiben. und das an einem werktag am mittag, zwischen 2 verschiedenen banken gelegen, im groessten ort der insel. wir verlassen das lokal und ueberhoeren geflissentlich das "see you soon, please come back" und versuchen ein weiteres gefaehrt aufzutreiben...
Donnerstag, 10. Mai 2007
von sonnen, sand und stranden
nachdem wir also (wieder mal mit der geliebten cebu pacific airlines) palawan verlassen haben und in cebu landeten, haben wir uns gleich auf den weg nach malapascua island gemacht, eine kleine insel offshore cebu, mit netten bungalows hunderten von palmen und ebensovielen diveshops. tauchen war dann wirklich sehr schoen und wir haben fast so viele schoene sachen gesehen wie beim schnorcheln in palawan... es war sehr schoen, jawoll! genossen habens wir auch sonst, nette einheimische kennengelernt, die billigste strandbar (der ganzen welt?) haeufig frequentiert und das beste cordon bleu meines lebens (ausgenommen natuerlich jene unuebertreffbaren cordon bleus die bei meinen eltern in grenchen auf den tisch gezaubert werden) gegessen und im tuerkisblauen meer gebadet. was stoert es da, dass der cuba libre etwas warm war? es stoert nicht!! in unserer lieblingskneipe, dem kiwi (das wir leider erst am 2.letzten tag entdeckten) gab es uebrigens zum nachtisch jeweils nen dvd-movie (the evil dead 2 und army of darkness). ich als alter splatter-hase war natuerlich voll begeistert. bei dieser gelegenheit machten wir noch bekanntschaft mit dem lieblingsgetraenk der einheimischen: 1 kleine flasche cola, eine etwas groessere flasche tanduay-rum und eine noch etwas groessere flasche bier mixen und dann einfach langsaaaam trinken. brigitte und ich tauften es malapascua island icetea, da es aussah wie long island ice tea und ziemlich aehnlich viel alkohol drin hat. ihr hoert es bereits raus, die philippinen gefallen uns sehr gut. die menschen die hier leben sind sehr nett und hilfsbereit und vor allem sprechen sie englisch und somit kann man richtig mit ihnen reden, was sonst in asiatischen laendern schlichtweg nicht moeglich ist. uns bleibt noch eine woche und wir werden noch etwas tauchen gehen nach siquior oder apo island, je nachdem wohin ein schiff faehrt...
ein philippino - seines zeichens besitzer eines restaurants in cebu city - hat uns erzaehlt, dass er letztes jahr nach thailand in den urlaub geflogen ist. als er sich dort in einem diveshop erkundigte und diese hoerten, dass er von den philippinen kommt, sagten sie ihm: " don't waste your money with diving in thailand, go back to the philipines!!!" diesem motto folgend, liebe freundinnen und freunde, vergesst thailand, verbringt eurem urlaub auf den philippinen. ich jedefalls komme bestimmt bald wieder!!!!
Dienstag, 1. Mai 2007
el nido, palawan
nach anfaenglichen kleinen stolpersteinen haben wir uns mitlerweile mit den philippinos angefreundet und sind schon ganz heimisch geworden. wir haben uns an das froehliche und gemaechliche inselvolk gewoehnt und haben schon einige der ueber 7000 inseln besucht (islandhopping vom besten!). die ortschaften und inseln sind meist in spanischer sprache angeschrieben, was fuer mich neben dem englisch eine weitere herausforderung darstellt. wir haben nun in knapp 2 wochen die noch untouristische und am meisten abgelegene insel palawan durchreist, in einem schneckentempo sondergleichen. das pelzchen das wir uns gluecklicherweise in indien punkto verkehrsmittel zugelegt haben, kommt uns nun zugute. hier werden nicht nur personen mit bussen, jeepneys und mofas mit seitenwagen (tricycle) chauffiert, sondern gleichzeitig auch ferkel, kampfhaehne, buendelweise feldgut, undefinierbare grosse und sperrige gegenstaende usw. der bus haelt dann alle 50m. und nimmt jemand mit, wirft was aufs dach etc. wir waren auch schon mit ner busladung menschen gemeinsam shoppen: das heisst der fahrer kurvt durchs dorf und haelt hier und da an zum einkaufen, faehrt dann zum restaurant und staerkt sich fuer die fahrt, und los gehts endlich. aber die leute nehmen es gelassen, hier grinst auch jeder nach 10 stunden busfahren ohne fenster und ohne ventilator von einem ohr zum anderen. die jeepneys fahren nicht wirklich nach plan, einmal kommt eines und dann wieder nicht. dann muessen wir halt in der ortschaft uebernachten und am naechsten tag weiterschauen. einer hat auch mal einen motorschaden vorgetaeuscht, uns im nirgendwo aussteigen lassen und ist dann umgekehrt... also man koennte auch mit kleinen holzboetchen reisen, aber da hoert man immer wieder horrorgeschichten von kaputten schiffsschrauben, gesunkenen schiffen etc.
vom essen her kann ich die philippinen nicht so empfehlen. das fruehstueck besteht aus reisschleimsuppe mit knoblauch, weiter gehts mit innereien oder sonst zur unkenntlichkeit verkleinertes fleisch. haupsache fleisch ist hier der slogan, auch in einem vegi-menu findet man leicht einen versteckten knochen... die meeresfruechte dagegen sind koestlich, meist wird der fisch am stueck gegrillt und mit reis verzehrt. ach ja und barbecue ist der renner: spanferkel und spiessli noch und noch, mir wurden auch schon gegrillte huehnerfuesse (chicken feet) angeboten. hmmm!
morgen steht uns eine weitere reise zurueck nach puerto princessa bevor (hoffentlich diesmal ohne reifenschaden und aehnlichem) , von dort fliegen wir weiter nach cebu ins herz der philippinischen inselwelt, wo wir dann unsere restliche zeit mit tauchen totschlagen werden. empfohlen wird wrack-, hai- und wal-tauchen, mal schauen was uns begeistern wird!
mit liebsten gruessen in die sommerlich heisse schweiz, brigitte
Montag, 16. April 2007
von indiern und nassen thais
zurueck zu indien: nach den interessanten und eindruecklichen wochen in rajasthan und umgebung, verbrachten wir die letzten 3 wochen vorwiegend in goa, was uns doch ermoeglichte, mit gesunder distanz zurueckzuschauen. unsere quintessenzen brachten wir natuerlich auch gleich unters volk, so trafen wir in palolem carole (aus neuchatel), die gerade am beginn ihres 2woechigen indienreisli war. gluecklicherweise liess sie sich aber nicht abschrecken, wie ich aus ihrem letzten mail entnehmen konnte. im ernst: indien war ganz nett und brige und ich werden bestimmt wieder mal gehen, da wir vor allem den ganzen sueden noch nicht gesehen haben und brige unbedingt nach varanasi will (was ich dieses mal verhindern konnte, dafuer aber zugestimmt habe, das naechste mal hinzufahren).
Einige Erkenntnisse aus Indien:
- inder reden viel: geht so, jedenfalls nicht englisch, denn diese sprache beherrschen sie zu meinem erstaunen etwa gleich gut wie ich raetoromanisch spreche.
- trau keinem inder: falsch! Die meisten Inder sind ganz nett, aber bestimmt trifft dies zu 100% nicht auf rikschafahrer zu.
- ueberall gibt es kuehe: tatsaechlich hat es viele kuehe auf indiens strassen, aber als wandervoegel ist uns das gar nicht so gross aufgefallen, kann dir in hinterfultigen und hinteraegerimatt auch passieren, geschweige dann in la cote aux fees! zu unserer ueberraschung gab es daneben vor allem noch viel mehr affen, streifenhoernchen, putzige hunde und voegel aller art. das indische animalstreetlife ist vielfaeltig und faszinierend!
- indisches essen ist scharf: wir haben es in sechs wochen nicht wirklich gefunden das scharfe essen, unglaublich aber wahr!!!
- inder sind gute geschaeftsleute: naja, als beispiel sei anzufuegen, dass brige mal durch zurufen versuchte vier schlafende inder zu wecken, um eines der in der vitrine ausgestellten croissants zu erstehen... nix da, schlafen geht in indien noch vor, viel lieber versuchen sie dir das croissant dann zum doppelten preis zu verkaufen...
- indien ist billig: oohhjaaaa!!!!!
zurueck zum thomysenf:
unserem lieben freund stefan ist es zu verdanken, dass wir doch noch etwas zur ruhe kamen in bangkok: wir durften 2 naechte bei ihm im sofitel central plaza hotel uebernachten und verspuerten schon bald heimatgefuehle ab weichen betten, flaumigen bettdecken und klimatisierter luft. zur perfekten inszenierung von heimat brachte uns stefan 6 cervelats mit thomysenf, welche wir in unglaublich schneller zeit geradezu verschlangen!!! wie immer verging die zeit zu schnell und schon mussten wir wieder weiter, das harte los eines travellers eben... und schon sitzen wir hier in puerto princesa (das wir natuerlich deshalb als destination waehlten, da brige ja meine prinzessin ist und wir somit quasi in unserer lieblingsstadt sind) und harren den dingen (wie sonne sand und strand) die da kommen....
Sonntag, 8. April 2007
bye bye india
unser ausflug nach hampi war heiss und mystisch. weit und breit kein meer in sicht, die hitze erschlagend und selbst in der nacht kuehlte es kaum ab. unser bad im fluss (paescu in ganzer montur, ich im rock und shirt) hat vor allem bei der maennlichen bevoelkerung gefallen gefunden. wie immer bildet sich bei so einer gelegenheit in sekundenschnelle ein mob (= groessere menschenansammlung wild gestikulierender inder). im sonst so stillen und kleinen hampi war dann per zufall die hoelle los, wir kamen in den genuss eines richtigen hindu-festivals. man hat zu ehren von shiva-gott seine heirat zelebriert, die wohlverstanden ein paar jahrhunderte zurueckliegt. es wurden 2 riesige tempelwagen, ca. 20 meter hoch, von einer laut bruellenden meute die strasse entlang gezogen, allen voran der heilige tempelelefant im gelben gewand. unter dem jubel von 8 - 10.000 menschen war dies ein beeindruckender umzug! zumal alle mit geheiligten bananen nach dem wagen schmissen... die besucher des festivals uebernachteten uebrigens im und rund um den ort hampi, wo es kaum genuegend sanitaere einrichtungen gibt.
ach ja und auf der reise zurueck nach goa hatten wir mit dem zug erneut 5 stunden verspaetung, was uns aber inzwischen nicht mehr als ein laecheln kostet, schliesslich ist der weg das ziel!! wir verprassen jetzt noch unsere letzten rupies und fliegen morgen weiter nach mumbay und von dort aus in den sicheren hafen von thailand, bangkok!
wer sich fuer unseren aufenthaltsort (palolem) interessiert, darf eine kostprobe unter: www. intercontinental.com nehmen (zuerst indien, dann goa waehlen). dort ist der nachbarstrand mit dem 5 sterne hotel in bildern zu bestaunen. nicht ganz unsere preisklasse, das meer ist jedoch das selbe :)
gruess von autorin brigitte und protokollist pascal